Installation Eden der mything boutique Designerin Pamela Tan

Pamela Tan beherrscht architektonische Designs und verleiht damit jedem Schmuckstück unerwartete Schönheit. In der mything boutique ist ihr „Pamela“ Ring erhältlich. Lest hier mehr über ihre Inspiration.

Clara Wimmer

Liebe auf den ersten Blick. Der erste Eindruck zählt. Unsere Wahrnehmung sagt sofort ja oder nein. Doch was passiert auf den zweiten Blick. Manchmal ist es wert, genauer hinzusehen. Die Architektin und Designerin Pamela Tan weiß das. Sie nutzt dieses Potential und schafft daraus ihre eigene Ästhetik.

Das ist auch einer der Gründe, warum sie im Herbst 2017 eine der Top-Einreichungen des „My Precious Plastics“-Designwettbewerbs von mything war. Die malaysische Künstlerin hat ihre künstlerischen Fähigkeiten kombiniert mit ihrer klaren Ästhetik in ein geometrisches Design für einen Ring verwandelt.

Gedruckte Schönheit

Durch die Technik des 3D-Drucks können zarte Aspekte umgesetzt werden und diese spiegeln sich in einer außergewöhnlichen Struktur wider. Wie zwei Hörner ragen die 3D-gedruckten Spitzen in die Höhe. Und aufgrund der Verwendung von Kunststoff als Material ist der Ring „Pamela“ leicht und angenehm zu tragen.

Der Pamela Ring von Pamela Tan vereint architektonische Strukturen mit modernem Schmuck-Design

Pamela Tans Inspiration für ihre architektonischen Designs kommen aus ihrem Studium und ihrem Beruf. Sie studierte Architektur an der renommierten University of Greenwich in London und erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen für ihre Designprojekte.

Darunter auch der ihr 2016 verliehene Architektur Award „PAM-Tan Sri Ar Chan Sau Lai Award“. Ihr Diplomarbeitsprojekt mit dem Titel „Soil City“ hat sie im Rahmen des TEDx Programms an der University Teknologi PETRONAS in Malysia vorgestellt.

Mehr als bloß Erde

Die Kunst aus Dreck Gold zu machen – was eigentlich ein Sprichwort ist, ist für Pamela Tan eine Leidenschaft. Nur für sie hat es weniger mit Gold zu tun als mit Kunst. Die Designerin sieht „soil“, zu Deutsch Erde, vielmehr als ein Material, das vielschichtig und inspirierend ist.

In manchen Kulturen wird Erde als ein Mittel zur spirituellen oder zur körperlichen Reinigung gesehen. Menschen sehen darin also mehr als nur Staub und Boden. Es bedarf einen Blick hinter das Offensichtliche. Pamela Tan hat genau das gemacht – das Unsichtbar sichtbar. Sie hat ein Modell kreiert, das eine Stadt der Zukunft – „soil city“ – zeigen könnte.

3D-Druck Entwurf der "soil city" von Pamela Tan_mything boutique

3D-gedruckter Entwurf der „soil city“ von Pamela Tan

Eine Stadt, in der Erde eine auslaufende Ressource ist. Eine Stadt, die versucht genau das zu verhindern und die Kostbarkeit des Materials erkennt. Der Künstlerin gelingt damit eine philosophische Hommage an etwas, das uns ständig umgibt und dabei ganz unauffällig bleibt: Erde.

Diese Inspiration nimmt sie auch in ihr Schmuckdesign auf. Pamela Tan arbeitet mit dem Unscheinbaren, das nur einen neuen Blickwinkel benötigt, um enthüllt zu werden. Unvorhersehbare Ideen sind ihr Kapital.

Der Traum von Garten Eden

Das Ideen auch Visionen sind, zeigt ihr jüngstes Projekt „eden“. Der Garten Eden – ein Ort, der in vielen Religionen und Kulturen als etwas paradiesisches, etwas vollkommenes gesehen wird – zeigt sich in einer neuen Form. Pamela Tan hat es geschafft, eine Utopie in eine Installation zu verwandeln. Durch den Einsatz von organischen Formen, die von der Natur inspiriert sind und durch das absichtliche Weglassen von Farben und der ausschließlichen Verwendung von Weiß hat sie einen mystischen Ort geschaffen.

mything boutique Designerin Pamela Tan steht in ihrer Installation Eden.

Damit zeigt sie einmal mehr ihr Können für filigrane Strukturen, die zusammengesetzt Komplexität entwickeln. „Ich liebe, die Grenzen zwischen verschiedenen Designdisziplinen zu verwischen“, sagt sie. Pamela Tan schafft genau das. Ein harmonischen Zusammenspiel aus Architektur und Schmuckdesign.

Fotos der Installation „Eden“ © David Yeow